about

Als research based artist setze ich mich mit Entwicklungen unterschiedlicher Art auseinander. Einen besonderen Fokus setze ich auf Nachhaltigkeit und die Beziehungen zwischen Ökologie und dem Menschen.

Über einen Zeitraum von 6 Jahren habe ich an einer weitläufig angelegten Arbeit mit dem Titel „essenssache“ gearbeitet. Es sind insgesamt 7 Werkblöcke entstanden. Ich habe mir durch eingehende Recherchen unterschiedlicher Art einen Einblick in die einzelnen Themenkreise erarbeiten und ihnen jeweils einen Werkblock gewidmet. Dabei habe ich mich mit folgenden Themen beschäftigt:

Der massive Einsatz von Pestiziden und Herbiziden, Landnahme und deren Hintergründe, systematische Ausgrenzung und Wirtschaftsflucht, damit verbundene Ökonomien und Ökologien, alternative Projekte die einen Ausweg suchen und aufzeigen. Teile der Arbeit setzen sich mit den unterschiedlichen Techniken, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, kritisch auseinander, andere Teile zeigen die Auswirkungen, welche diese Agrarwirtschaftspolitik auf viele Staaten und deren Bewohner hat, auf.

Ich möchte in verschiedene Richtungen denken und Informationen sammeln, mit Menschen aus verschiedenen sozialen, kulturellen und beruflichen Hintergründen sprechen. Dies ist mir ein wichtiges Anliegen, um nicht nur auf der kognitiven Ebene zu bleiben, sondern auch das Herz und die Hände mit einzubeziehen.

Es kommen unterschiedliche Medien und Techniken zum Einsatz. Malerei mit Wachs, objet trouvés, Materialien direkt aus der Natur entnommen und Fotoarbeiten in unterschiedlichen Techniken auf unterschiedlichem Untergrund werden zu Installationen zusammen gefügt.

In den letzten beiden Jahren habe ich zum Thema Diversität gearbeitet und eine weitere umfangreiche Arbeit mit dem Titel „my personal valentine“. In dieser Arbeit reflektiere ich meine Erfahrungen, Emotionen, Gedanken, Eindrücke, sowie die Umgebung in der ich lebe.

Was macht mich aus, was macht uns als Menschen aus, und wie beeinflussen wir das Geschehen der Gesellschaft – das wir? Wer ist dieses WIR und welchen Einfluss hat es auf uns. Natürlich gibt es hier keine allgemeingültigen Antworten, vielmehr ist es ein Meer an vielen unterschiedlichen Punkten (ich‘s) die sich im WIR zu einer Gesellschaft bzw. vielen Gesellschaften formen. Wie sehr hat nun dieses WIR einen Einfluss auf das Eigene, und wie kann man eine ausgeglichene Position finden in der beides Platz hat. In der nicht das ich gegen das wir und umgekehrt kämpft. Wie sehr werden wir durch das kollektive Gedächtnis einer Nation, eines Kontinents, einer Kultur einer Religion beeinflusst, und welche Rolle spielen hier die Medien, merkantile und politische Propaganda?

Können wir trotz alledem Menschen, mit den nur dem Menschen gegebenen Eigenschaften, wie Empathie, gedankliche Reflexion, Kreativität und der Fähigkeit Wissen zu erwerben sinnstiftendes Denken und Handeln kultivieren, und uns nicht von einer Allmacht der Logorythmen beherrschen lassen. Wir denken, wir handeln, die Maschine macht das wozu sie entwickelt wird. Sie kann von sich aus keine ethischen und moralischen Fragen reflektieren und daher auch nicht entsprechend handeln.